Zusammenfassung: Die Ausformung von Geschwisterbeziehungen kann als pädagogische Gestaltungsaufgabe von Eltern angesehen werden. Diese beginnt bereits mit dem Übergang zur erneuten Elternschaft und bleibt Teil der familialen Praxis. Geschwisterbeziehungen werden von Eltern schon vor der Geburt eines weiteren Kindes aktiv hergestellt. Etwa indem Eltern ihre Kinder mit zu vorgeburtlichen Vorsorgeuntersuchungen nehmen, ihnen das Baby zeigen und ihre älteren Kinder als ‚große Brüder/Schwestern‘ adressieren. Schon diese ersten Interaktionen zwischen Eltern, werdenden Geschwistern und ungeborenen Kindern haben pädagogischen Charakter und zielen auf die Beziehungsgestaltung der ‚werdenden‘ Geschwister. Der Beitrag fokussiert auf dieses Phänomen des ‚Geschwister-Machens‘. Aus praxeologischer Perspektive wird gefragt, wie Eltern diesen Prozess qua Erziehung gestalten und welche Orientierungen dabei handlungsleitend sind.
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